Aktuelle Ausstellungen
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Aktuelle Ausstellungen:
31. März – 24. Juni 2012
im Kunstmuseum

Nadim Vardag

Nadim Vardag beschäftigt sich in seinen Skulpturen, Videoarbeiten und Installationen ebenso mit der wissenschaftlichen Fotografie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wie mit dem klassischen Kinofilm. In sehr kurzen Loops lässt er Szenen alter Filme sich wiederholen und schafft dazu Installationen, die seine zeichnerischen Analysen in einen dreidimensionalen Raum stellen. Dem Künstler gelingt es, einen Spannungsbogen aufzubauen, der die Funktionsweisen von Foto und Film anschaulich werden lässt: Er beleuchtet sowohl unsere Wahrnehmung wie das Wesen des Mediums selbst. Doch geht es nie um eine gängige Analyse der Erzählstruktur des Films, sondern um die Möglichkeiten einer Regie des Affektes und die Bandbreite seiner psychologischen Wirkung. Nadim Vardag löst die Bilder dabei aus ihrem angestammten Handlungszusammenhang und schafft poetische Bilder in neuen minimalen Settings, die unmittelbar gefangen nehmen.

Nadim Vardag, geboren 1980 in Regensburg, studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. 2009 erhielt er den BC & Belvedere Contemporary Art Award mit einer zughörigen Ausstellung im Augarten des Wiener Belvedere. Nach zahlreichen Beteiligungen an internationalen Gruppenausstellungen
ist die St.Galler Präsentation seine erste Einzelausstellung in einem Schweizer Museum.

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25. Februar – 12. August 2012
in der Lokremise

Menschenzellen
Human Capsules

Acht Künstlerinnen aus der Sammlung Ursula Hauser

Menschenzellen: Der Begriff verweist auf den Körper wie auf den umgebenden Raum, sei dies die Intimität des privaten Zimmers oder der Schutz eines Hauses. Gerade dieses Gefangensein im eigenen Körper bzw. in der Welt offenbart sich als existentielle Dimension im Schaffen zahlreicher Künstlerinnen der jüngeren Vergangenheit. War der Blick auf den weiblichen Körper seit jeher ein männlicher, war ihr Lebensraum fremdbestimmt, so haben sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts Künstlerinnen von ihren männlichen Kollegen emanzipiert und eigene Bildvorstellungen entworfen. Um diesen Schlüsselmoment der Verselbständigung kreist die Ausstellung mit Werken herausragender Künstlerinnen aus der umfangreichen Kollektion der Ostschweizer Sammlerin Ursula Hauser.

Im Zentrum stehen erstrangige Werkgruppen von Louise Bourgeois und Maria Lassnig, um die herum sich erlesene Arbeiten von sechs weiteren Künstlerinnen aus der Sammlung gruppieren: Phyllida Barlow Berlinde de Bruyckere, Rachel Khedoori, Carol Rama, Loredana Sperini und Alina Szapocznikow.
Human Capsules vereint acht signifikante Positionen, die zum Teil zu Unrecht in Vergessenheit geraten oder, wie etwa Loredana Sperini, erst noch zu entdecken
sind. Gleichzeitig spiegelt die Präsentation mit ihrer Konzentration auf das Schaffen von Künstlerinnen eines von Ursula Hausers zentralen Sammelinteressen.

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11. Februar – 13. Mai 2012
im Kunstmuseum

Silvia Bächli
far apart – close together

Silvia Bächli gilt als die bedeutendste Zeichnerin ihrer Generation in der Schweiz. Das belegen nicht zuletzt Ausstellungen in wichtigen Museen wie dem Genfer Musée d’art moderne et contemporain, dem Pariser Centre Pompidou oder dem Museu Serralves in Porto.

Seit den späten 1970er Jahren hat sie ihr zeichnerisches Schaffen gleichermassen behutsam wie konsequent entwickelt. Der expressive Zugriff auf Körperlichkeit wich bald einer beinahe introspektiv zu nennenden Sicht auf die Wirklichkeit. Die alltägliche Wahrnehmung bildet den Ausgangspunkt für einen künstlerischen Prozess, in dessen Verlauf sich die Dinge zunehmend von sich selbst entfremden und autonome zeichnerische Form erlangen.

Die kleinformatigen Zeichnungen fügte Sie seit 1984 zu mehrteiligen Kompositionen auf der Wand zusammen. Seit den 1990er Jahren entstanden zudem raumgreifende Tischinstallationen und zuletzt auch grossformatige Papierarbeiten mit feingliedrigen Lineamenten oder floralen Motiven. far apart – close together: Die Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen wird die unterschiedlichen Präsentationsformen systematisch darstellen und in einer Ausstellung sichtbar machen. Dabei offenbart sich Silvia Bächlis zeichnerisches Schaffen als durchaus «installativ», eröffnet sich doch gerade in der räumlichen Setzung ein profunder Einblick in ihren einzigartigen zeichnerischen Kosmos.

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