Ausstellungen in der LOK

Delcy Morelos
Las formas de la sombra (Die Formen des Schattens)
21. März bis 12. Juli 2026, Lokremise
Vernissage 21. März 2026, ab 13 Uhr
Die kolumbianische Künstlerin Delcy Morelos verwandelt die Lokremise in einen Ort, den man nicht nur betrachtet, sondern mit allen Sinnen erlebt: eine raumgreifende, vergängliche Installation aus recycelter Erde, gebrauchtem Holz und Duftessenzen. Mit wenigen Materialien und einer nahezu schwarzen, monochromen Farbigkeit schafft sie ein intensives Environment, in dem Sehen, Riechen und Bewegen zu gleichwertigen Formen der Wahrnehmung zusammenwirken. Aus einer Weltanschauung der Andenregion heraus – und im Dialog mit Minimal Art und Konzeptkunst – entwickelt sie eine eigenständige Sprache zwischen Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation.
Delcy Morelos, Cielo terrenal, 2023. © Don Stahl. Courtesy Dia Art Foundation

Pop-Up Store kuratiert von Andrea Roca
21. März bis 12. Juli 2026, Lokremise
Eröffnung 21. März 2026, 13-20 Uhr
In der neuen Ausgabe des LOK Pop-up-Stores treffen Kunst, Design und Konsumkultur direkt aufeinander. Die von Andrea Roca* eingeladenen Künstler*innen und Designer*innen bewegen sich bewusst zwischen den Disziplinen und hinterfragen deren Grenzen.
Einige der Künstler*innen arbeiten mit Merchandise, Editionen oder Produkten, Designer*innen wiederum greifen künstlerische Ideen und Strategien auf. Bereits in den 1960er-Jahren versuchten die Fluxus-Künstler*innen, Kunst einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Heute zeigt sich dieser Gedanke in neuer Gestalt: Kunst nutzt die Sprache von Mode, Werbung und Alltagsgegenständen, während gestaltete Objekte des Alltags selbstbewusst als eigenständige Werke auftreten. Die beteiligten Kreativen greifen zudem zentrale Themen der Gegenwart auf, etwa Body- und Identity-Positivity oder die neue Wertschätzung handwerklicher Praktiken. Der Pop-up-Store wird so zum Experimentierfeld. Hier stellen sich Fragen wie: Wer ist Urheber*in eines Werks? Welchen Wert hat es? Wie oft darf oder soll es reproduziert werden? Und wem ist es zugänglich?
Andrea Roca ist Designerin, Vermittlerin und Mitbegründerin verschiedener Projekte an der Schnittstelle von Kreativität und Verkäuflichkeit. Als Geschäftsleiterin des Vereins MAISON SHIFT engagiert sie sich für nachhaltige Schweizer Mode, und zudem betreibt sie ein eigenes Naturkosmetiklabel, The wrong wrong.
Christoph Büchel
The House of Friction (Pumpwerk Heimat)
Christoph Büchel (*Basel 1966) realisierte 2002 eine seiner eindrucksvollen begehbaren Raumskulpturen im ehemaligen Wasserturm der Lokremise St.Gallen. Das Werk entstand im Zusammenhang mit der damaligen Wechselausstellung The House of Friction mit Werken aus der Sammlung Hauser & Wirth. Der Wasserturm selbst wurde 1906 nach Plänen von Robert Maillard gebaut und ist einer der Pionierbauten des Eisenbetonbaus in der Schweiz.
Die Installation von Christoph Büchel ist bis auf Weiteres geschlossen. Der Kanton St.Gallen hat als Eigentümer von Wasserturm und Kunstwerk gravierende bauliche Mängel festgestellt und die sofortige Schliessung veranlasst. Das Kunstmuseum St.Gallen bedauert die vorübergehende Stilllegung dieses bedeutenden Kunstwerks und hofft auf eine baldige Wiedereröffnung.
