Raoul De Keyser

Retrospektive

28. Mai 2005– 21. August 2005, Kunstmuseum

Raoul De Keyser gilt als «painter’s painter», als ein Maler für Maler. Sein stilles Schaffen hat nicht erst seit seiner Teilnahme an der documenta IX Generationen junger Künstler beeinflusst; es erscheint vor dem Hintergrund heutiger Malereidiskurse von ungebrochener Aktualität.

Der 1930 in Deinze/Belgien geborene De Keyser war Sportjournalist, bevor er sich 1963 der Malerei zuwandte und sich mit aktuellen künstlerischen Tendenzen, der Pop Art und der Farbfeldmalerei, zu beschäftigen begann.

Zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit oszillierend, sind seine Gemälde durchdrungen von unterschiedlichen malerischen Traditionen, und zugleich spüren sie in unnachgiebiger Weise der unmittelbaren Gegenwart nach – als Blick aus dem Fenster auf einen Baum oder einen Sportplatz, übersetzt in eine autonome Malerei von ausserordentlich sinnlicher Präsenz.

In Zusammenarbeit mit der Whitechapel Gallery in London realisiert, vereinigt diese erste umfassende Retrospektive in einem Schweizer Museum kaum bekannte frühe skulpturale Bilder mit aktuellen Werkgruppen zu einem Panorama malerischer Möglichkeiten.