Vorschau

RM

24. August – 10. November 2024

Das Kunstmuseum St.Gallen präsentiert mit ANUS HORRIBILIS die erste museale Einzelausstellung von RM (ehemals Real Madrid) mit neuen, extra für die Ausstellungsräumlichkeiten der LOK by Kunstmuseum St.Gallen geschaffenen Werken. Die Arbeit des 2015 in Genf gegründeten Künstler*innenkollektivs bezieht sich auf die Schnittstelle von Sexualität, Konsum, Identität und Körperlichkeit. In gross angelegten Skulpturen- und Installationsprojekten untersuchte RM bisher soziale und politische Reaktionen auf stigmatisierte, sexuell übertragbare Krankheiten und Infektionen. Für ANUS HORRIBILIS führt das Duo diese thematische Auseinandersetzung jetzt konsequent weiter: bis zum letzten Stigma, jenem des Sterbens.

Vernissage: 23. August 2024, 18:30 Uhr

Thi My Lien Nguyen

AB 7. September 2024

Thi My Lien Nguyen (*1995 St.Gallen) ist eine schweizerisch-vietnamesische Künstlerin. Ihre Praxis beschäftigt sich mit dem Verständnis von Heimat und dem Gefühl der Zugehörigkeit. Sie interessiert sich für postmigrantische Realitäten, für Traditionen, Rituale, Folklore und Brauchtum. Durch inklusive und partizipatorische Methoden schafft Nguyen integrative Räume. Die Künstlerin bietet ein Pop-Up Café als Begegnungsort für Austausch und Vermittlung und gibt gleichzeitig Einblick in die vielfältige vietnamesische Esskultur. Besucher*innen erwartet ein gemeinschaftliches Erlebnis zwischen Kontinenten, Kulturen und Essgewohnheiten.

Vorwärts in die Vergangenheit

7. September 2024 - 27. April 2025

Bilder oder Skulpturen erzählen Geschichten. Woher kommen sie? Wo waren sie, bevor sie ins Museum gelangten? Wem gehörten sie und unter welchen Umständen gingen sie in die Sammlung ein? Diesen Fragen geht die Provenienzforschung nach. Die Sammlungspräsentation zeigt anhand ausgewählter Werke variantenreiche Wege auf, berichtet von illustren Vorbesitzenden, abenteuerlichen Abläufen, gelösten Rätseln und offenen Fragen rund um die Herkunft von Kunstwerken im Museum.

Anne Marie Jehle

9. November 2024 – 9. März 2025

Das zukunftsweisende Werk der österreichisch-liechtensteinischen Künstlerin Anne Marie Jehle (Feldkirch 1937–2000 Vaduz) umfasst zahlreiche Medien wie Skulptur und Installation, Malerei, Zeichnung, Fotografie und Text. Im Mittelpunkt steht ihre kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen und Machtverhältnissen, insbesondere mit weiblicher Identität und Rollenbildern. In den 1970er-Jahren wurde Jehle international bekannt. Mitte der 1980er-Jahre zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück, und ihr künstlerisches Schaffen brach jäh ab. Aus Anlass der grosszügigen Schenkung der Anne Marie Jehle Stiftung im Jahr 2022 präsentiert das Kunstmuseum St.Gallen das Schaffen dieser unterrepräsentierten Künstlerin, das im Kontext der feministischen Avantgarde und der Fluxus-Bewegung steht.

Heimspiel

14. Dezember 2024 – 2. Februar 2025

Nach drei Jahren ist es wieder so weit: Das Heimspiel ruft! Die länderübergreifende Überblicksschau zum zeitgenössischen, regionalen Kunstschaffen aus Vorarlberg und Liechtenstein sowie aus den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, St.Gallen, Thurgau und Glarus. Es gibt Einblick in die aktuelle Kunstszene und fördert den Austausch der Kunstschaffenden untereinander. Die Kurator*innen der ausstellenden Häuser – Kunsthalle Appenzell, Kunstraum Dornbirn, Kunsthaus Glarus, Kunstmuseum Thurgau, Kunstmuseum St.Gallen sowie Kunst Halle Sankt Gallen – haben Hunderte Bewerbungen gesichtet und die Auswahl der Künstler*innen aufgrund eigener Ausstellungskonzepte getroffen.